Technik-Tipp von Klaus & Rolf Pollähn

DER MASTBÜGEL - ein Schwachpunkt beim Folke

Es passierte uns auf der DM in Travemünde: Unter hoher Belastung brach das hintere Bein vom Mastbügel über der Deckplatte glatt ab. Was das bedeutet, weiß jeder Folkebootsegler. Weder vor dem Wind noch am Wind läßt sich das Großsegel vernünftig regulieren. Ein Gespräch mit Ulf Kipcke und ein Blick auf das, was er an Bord schon verändert hatte, sei hier als System "Ylva" beschrieben. Es geht im Wesentlichen aus der beigefügten Zeichnung (Anmeldung des Schreiberlings: kommt noch) hervor. Ganz entscheidend sind de beiden zusätzlichen Beine aus 8 mm Rundstahl, die mit der Bodenplatte verschweißt sind. Sie gehen daher nicht durchs Deck. Die drei durchgehenden Beine wurden länger neu ausgefertigt und unter Deck (unter dem Eichenholz) um das Mastloch mit groß dimensionierten Unterlegscheiben verschraubt. Vorher waren die Muttern in ihren Löchern fast verschwunden und schlecht zu erreichen. An Deck bekamen die beiden Außenbeine deutlich vergrößerte Teller. Auf Anregung von Werftchef Gerd Wegener in Wedel schnitt die Metallwerkstatt die achtern auf dem Ring sitzenden Augen ab, die auch z.T. schon verbogen waren und wurden ersetzt durch ein Stück Flachstahl mit drei Löchern. In dessen Festigkeit haben wir erheblich mehr Vertrauen. Wer schon einmal bebobachtet hat, welch eine enorme Kraft ein stark übersetzter Baumniederholer auf den Mastbügel seitlich ausüben kann, der sollte überlegen, die erwähnten Verbesserungen auch am eigenen Boot vorzunehmen.